| BTS Bautrocknung |
Unterdruckverfahren | Das Unterdruckverfahren, auch als Vakuum- oder Saugverfahren bekannt, wird unter anderem eingesetzt, wenn Geruchsemmissionen extrem hoch sind oder die Feuchtigkeit über eine sehr lange Zeit eingewirkt hat und dadurch mit einem erhöhten Mikrobillen-Befall (Stäube, Fasern und Sporen) zu rechnen ist. Diese Gerüche, Fasern etc. werden im Vakuumverfahren im Gerät zurückbehalten und nicht in den Raum abgegeben. Dieses Verfahren wird auch speziell in empfindlichen Trocknungsobjekten wie Klinik-OP-Räumen, Altersheimen, Lebensmittelgeschäften, Schulräumen oder Kindergärten angewendet.
Zusätzlich kommt das Saugverfahren zur Anwendung, wenn in den Wärme- und Trittschalldämmungen (Isolation) stehendes Wasser vorhanden ist. In diesem Fall wird das Wasser abgesogen und muss nicht über die Verdunstung der Raumluft entzogen werden. Bei diesem Verfahren ist der Einsatz eines Filtersystems notwendig, damit der Verdichter nicht durch Wasser oder andere Materialien zerstört wird. Die aus dem Boden abgesaugte Luft wird durch Fein- und Hepafilter gereinigt, so dass keine gesundheitsgefährdenden Partikel in die Umwelt gelangen. So funktionierts Die feuchte Luft wird über Bohrlöcher aus der Isolationsschicht gesogen und durch trockene Luft ersetzt, die aufgrund des erzeugten Unterdruckes automatisch über geöffnete Randstreifen (Kittfugen werden entfernt) nachzieht. Falls sich viel Wasser im Unterlagsboden befindet, wird ein Wasserabscheider vor das saugende Aggregat gehängt. |